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Die Vorweihnachtszeit beginnt und somit auch die große Suche nach Weihnachtsgeschenken. Die Werbung für die neuesten Spielsachen, die jedes Kind unbedingt braucht, läuft auf Hochtouren und die vielen Geschenke werden in schönes Geschenkpapier eingepackt. Doch was passiert mit dem ganzen Plastikpapier, nachdem die Geschenke ausgepackt wurden?

Ja, richtig es wandert in der Regel direkt in den Müll! So wie viele andere Gegenstände unseres Alltags.

Es ist uns ein großes Anliegen, dass ein Bewusstsein für den eigenen Plastikkonsum entwickelt wird, denn Plastik ist das größte Umweltproblem unserer Zeit. Mit unserem DWJ Adventskalender möchten wir Euch 24 Tipps und Ideen an die Hand geben, wie Ihr im Alltag und in der Weihnachtszeit Plastik sparen könnt.

Wenn Ihr selbst noch tolle Ideen zur Plastikvermeidung im Alltag habt, könnt Ihr uns diese gerne an info(at)wanderjugend.de schicken.

1. Dezember:Glas und Metall- Die Alternative zum Plastik

Nutze Mehrwegflaschen und Behälter aus Glas oder Metall. Glas besteht aus Sand, Kalk und Soda. Dies sind alles Rohstoffe, die im ausreichend vorhanden sind. Eine Glasmehrwegflasche wird bis zu 50 Mal neu befüllt und kann danach zu 100 Prozent wiederverwertet werden, denn Altglas kann beliebig oft eingeschmolzen und wiederverwendet werden. Ein großer Vorteil von Glas liegt auch darin, dass Glas aufgrund des 1500 Grad heißem Schmelzvorganges keine Bakterien oder Schadstoff beinhaltet, die dann auch nicht an das Lebensmittel abgegeben werden können. Glas- und Metallflaschen / -behälter kann man auch im Alltag jederzeit ausspülen und wiederverwenden. Desweiteren sind Metallflaschen sehr praktisch, da sie leicht und stabil sind und in der Lage sind, sowohl im Winter Flüssigkeiten warm zu halten, als auch im Sommer Kaltgetränke kalt zu halten.

2. Dezember: Die Einkaufsbegleiter- Stofftaschen und Körbe

Stofftaschen bzw. Körbe statt Plastiktüten verwenden: Gewöhne Dir an immer eine Stofftasche dabei zu haben. So werden auch spontane Einkäufe nicht zum Problem. Unabhängig von der Art der Tasche gilt, so oft wie möglich verwenden, denn auch ein Stoffbeutel bringt der Umwelt nichts, wenn er nur einmal verwendet wird. Dann wäre er nicht besser als eine Plastiktüte.

 

3. Dezember: Lose statt abgepackt

Obst und Gemüse kannst Du auch ohne eine Verpackung auf das Band der Kasse legen, da diese eine eine natürliche Schale haben, die Du nur abwaschen muss. Wenn Du das nicht möchtest, kannst Du auch wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze verwenden. Noch besser ist es, wenn Du auch noch auf regionale und saisonale Produkte achtest, denn diese habe kurze Lagerzeiten und Transportweg und werden daher meistens nicht in Plastik eingeschweißt.  

4. Dezember: Palmblätter statt Plastikteller


Das Benutzen von umweltschädlichen Plastik Einweggeschirr ist heutzutage echt unnötig. Natürlich kann man verstehen, dass man nicht sein teures Porzellangeschirr auf einer Grillparty verwenden will, aber es gibt absolut umweltfreundliche Einwegteller aus Palmblättern. Sie werden selbst aus einem Abfallprodukt hergestellt: den Blättern der Areca-Palme. Wenn diese im Herbst von den Bäumen fallen, werden sie gesammelt, gereinigt und mittels Dampfs in Teller- und Schalenform gepresst. Die wasserabweisende Oberfläche der Blätter sorgt dafür, dass auch Suppen und andere feuchte Speisen darin über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden können. Eine zusätzliche Beschichtung sowie andere Zusätze enthält das Naturprodukt nicht. Und auch bei Herstellung und Verpackung legen die Unternehmer Wert auf Nachhaltigkeit und einen fairen Produktionsprozess. Die Teller aus Palmblättern bekommst Du in manchen Supermärken oder auf folgender Website

5. Dezember: Biologisch abbaubares Genschenkpapier und welches zum selbst basteln

An Weihnachten hat jeder viele Geschenke einzupacken und das ist auch schön so. Allerdings ist Geschenkpapier in aller Regel beschichtet und kann gar nicht oder nur schwer recycelt werden. Eine Ausnahme stellt hierbei die Firma Planet Packet da. Diese produziert ausschließlich Geschenkpapier, dass zu 100 Prozent biologisch abbaubar und keine Toxischen Stoffe beinhaltet. Oder Du wirst selbst aktiv und bastelst Dir dein eigenes Geschenkpapier.

 

6. Dezember: Für ein umweltbewusstes Kaffee kochen

Die Benutzung von Kapseln beim Kaffee kochen ist sehr umweltschädlich, da die aus Aluminium und Plastik bestehenden Kapseln nur einmal verwendet werden können und damit Unmengen an schlecht recyclebarem Müll entsteht. Es gibt aber eine ganze Reihe von wiederbefüllbaren Kapseln aus Kunststoff oder Edelstahl. Empfehlenswert sind die Edelstahlkapseln, da diese die Lebensmittelechtheit bewahren und wesentlich länger halten.
Eine Alternative sind Espresso- / Mokkakocher oder du brühst Dir Deinen Kaffee einfach mit einem kompostierbaren Papierfilter auf.

 

7. Dezember: Seife- Die bessere Alternative zum Duschgel

Die meisten Duschgels sind in Plastikverpackungen abgefüllt. Um Plastikmüll zu vermeiden kannst Du einfach Seifen kaufen. Seifen gibt es in allen Qualitäten und Duftrichtungen. Diese sind in der Regel nur leicht verpackt. Eine andere Möglichkeit ist die Seife selbst herzustellen.

 

8. Dezember: Sodapulver als Toilettenreiniger

Sodapulver ist ein hervorragender Toilettenreiniger.
Das musst Du tun, um Sodapulver als Toilettenreiniger verwenden zu können:

  • Einen Esslöffel Soda in die Toilette geben, mit der Bürste verteilen und einwirken lassen. Je länger man es einwirken lässt, desto größer ist auch die Reinigungswirkung. Danach einfach spülen.
  • Um Urinstein zu entfernen, löst man 2 EL Soda in einer Mischung aus Essigessenz und Wasser (1:1) auf und lässt es einwirken. Das funktioniert übrigens auch bei verfärbten Klobrillen aus Kunststoff.

 

9. Dezember: Kokosöl als Allrounder

Wusstest Du zu was Kokosöl alles in der Lage ist? Du wirst überrascht sein.

Kokosöl ist antibakteriell und beinhaltet viele Aminosäuren, Vitamine und Spurenelemente, mit deren Hilfe es nicht nur in der Lage ist, oberflächliche Leiden zu lindern. Kokosöl vermag es nachweislich sogar, degenerative Krankheiten des Nervensystems zu heilen. Ein Glas Kokosöl kann Babyfeuchttücher, Makeup-Entferner und Deodorants ersetzen. Außerdem hilft es bei Akne und Hautkrankheiten.

 

10. Dezember: Holz- und Glasbretter als perfekt Schneideunterlage

Die Werbung besagt, dass Plastikbretter hygienischer sein als Holzbretter. Dies stimmt aber nicht. Durch Einschnitte im Plastikbrett lösen sich Plastikspäne, die im Essen landen. In den Schnittstellen sammeln sich Bakterien. Holz kann sich bei Einschnitten hingegen selbst reinigen, da es Gerbstoffe beinhaltet, die antibakteriell sind.

Wenn Du Fleisch oder Fisch schneiden will, solltest Du ein Glasschneidebett benutzen, da diese noch einfacher zu reinigen sind und somit sehr hygienisch.

 

11. Dezember: Leder- Die menschliche und ökologische Katastrophe

Keine Lösung ist Leder statt synthetischer Kunststoffe. Leder ist sowohl menschlich als auch ökologisch eine Katastrophe. Der Großteil des Leders wird in Bangladesch gefertigt und schwimmt dort in einer giftigen Quecksilber- und Chrom- Brühe. Die Arbeiter_innen haben keine Schutzkleidung, verdienen weniger als chinesische Billigarbeitende und Abwasser der Gerbereien werden in Flüsse geleitet, aus welchen die Arbeiter ihr Wasser zum Waschen und Kochen ziehen. Die Kinder haben dadurch meist geistige Behinderungen.

12. Dezember: Vermeide Mirkoplastik bei der Zahnreinigung

In vielen Zahnpasten ist Mirkoplastik enthalten. Um dem Entgegen zu wirken kann man entweder auf Zahnpasta ohne Mirkoplastik achten oder man stellt seine eigene her und weiß genau was drinnen ist.

 

Wenn Du Dir Deine eigene Zahnpasta herstellen willst, kannst Du folgendes machen:


Zahnpasta selbst machen:

  • 3 El Natron auch bekannt als Hydrogenkarbonat
  • 1 TL Kalziumkarbonat
  • Stevia oder Xylitol
  • 3 EL kalt gepresstes Biokokosöl
  • 25 Tropfen Pfefferminzöl

Das leicht erwärmte Kokosöl mit dem Natron, dem Kalziumkarbonat und Stevia mischen und verrühren. Abschließend noch die Öle hinzugeben und alles in ein Glas abfüllen. Und fertig ist die eigene Zahnpasta, von der Du weißt was drinnen ist.

Wenn du deine Zähne weißer haben willst:

Als Bleichmittel für weißere Zähne lässt sich Backpulver verwenden oder Du greifst zu Kalziumkarbonat und putzt Dir damit hin und wieder die Zähne. Kalziumcarbonat ist in der Apotheke erhältlich und befreit von Ablagerungen auf den Zähnen.

13. Dezember: Der Abrieb von Autoreifen ist der größte Mikroplastik Verursacher

Was tun?

Laut einer Studie des Fraunhofer Institutes für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen kommen insgesamt 330.000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr in Deutschland zusammen – gut vier Kilogramm pro Kopf. Mit 19 Gramm liegen Kosmetikartikel und Co. nur auf Platz 17 der Negativliste. Was viele nicht wissen, dass an der Spitze der Mikroplastik-Verursacher der Abrieb von Autoreifen steht. Rund ein Drittel der Mikroplastik-Emissionen entfallen laut Studie darauf.

Und noch etwas ist an den Zahlen aus Oberhausen verwunderlich, denn Makroplastik – also Plastiktüten und andere achtlos weggeworfene Kunststoff-Produkte – sorgen in Deutschland nur für ein gutes Viertel der gesamten 446.000 Tonnen Kunststoff-Emissionen pro Jahr. Mikroplastik stellt davon 74 Prozent.

„Dem, was jedem offensichtlich ist, steht also eine etwa dreifach größere Menge gegenüber, die zum Teil nur unter dem Mikroskop sichtbar wird“, heißt es in der Studie.

Fraunhofer-Forscher Bertling hat einen Vorschlag, wie die Menge des Reifenabriebs verringert werden kann. Autofahrer sollten beim Reifenkauf auf Langlebigkeit achten. „Deshalb müsste das EU-Reifenlabel ergänzt werden“, fordert er. Bisher gebe es nur Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Bremsweg auf nasser Straße und Rollgeräusch. Über Haltbarkeit und Abrieb eines Reifens sage das Label nichts.

14. Dezember: Rucksäcke aus 100 Prozent recycelten PET Flaschen

Recycelte Rucksäcke:
Das Hamburger Modelabel Johnny Urban hat eine neue Serie von Rucksäcken entwickelt, die zu 100 Prozent aus recycelten PET Flaschen gefertigt werden. Auch zur Imprägnierung und zur Gummierung werde natürlichen und PFC- freien Mitteln verwendet. Dies sorgt dafür das die Ökobilanz des Rucksackes sehr gut ist.

15. Dezember: Brillen aus Pappe

Pappbrillen:
Die meisten Sport- beziehungsweise Sonnenbrillen sind aus Metall, Kunststoff oder Schildpatt. Dies sind alles Materialien, die in der Herstellung sehr energieaufwendig sind und sich schlecht wiederverwerten lassen, wenn sie kaputt sind. Das Berliner Unternehmen Cante Berlin stellt Pappbrillen her, deren Gestell Cellulose-Linsen auf Basis von Essigsäuren enthält, die Schlag und Kratzfest sind.

16. Dezember: Tipp für die Küche

Finger weg von Küchenutensilien wie Kochlöffel oder Pfannenwender aus Plastik. Diese können beim Kochen leicht anbrennen und durch die Strukturveränderungen des Plastiks werden Giftstoffe freigesetzt. Der Tausch mit Küchenutensilien aus Holz oder Metall ist leicht, muss aber nicht sofort erfolgen. Einfach bei einer anstehenden Neuanschaffung darauf achten.

17. Dezember: Nachhaltig anbauen

Baue selbst Kräuter und Pflanzen an.
Seine eigenen Kräuter oder vielleicht seinen eigenen Gemüsegarten anzubauen ist sowohl ökologisch als auch gesundheitlich super. Du sparst nämlich die Plastikschale, in der die Kräuter aus dem Supermarkt eingepackt sind und die Plastikverpackung des Gemüses. Außerdem kannst Du nie so genau wissen woher die Kräuter und das Gemüse aus dem Supermarkt kommen. Deshalb selbst anbauen!

18. Dezember: Lecker- Kaumgummis aus Plastik

Verzichte nach Möglichkeit auf Kaugummis:
Wusstest Du, dass Du zum Großteil auf Kunststoff herumkaust, wenn Du einen Kaugummi konsumierst? Umweltmediziner Hans-Peter Hutter konnte mit seiner Studie bestätigen, dass die Kaumasse von Kaugummis heutzutage vor allem aus Kunststoff besteht. Er wies nach, dass die Kaumasse vor allem zum Beispiel aus den Kunststoffen Polyvinylether und Polyisobuten besteht. Wenn man diese Kaugummis dann noch in die Umwelt spuckt, trägt man dazu bei, dass noch mehr Plastik in der Umwelt landet.

19. Dezember: Kompostierbare Schuhe

Ökologische Schuhe:
Das niederländische Label OAT Shoes stellt die ersten Schuhe her, die man, sobald sie abgetragen sind, in die Erde einpflanzen kann und diese dann erblühen. Dies ist mal ein nachhaltiges und plastikfreies Konzept, welches auch noch die Umwelt erblühen lässt.

20. Dezember: Leben ohne Fertiggerichte?!

Tu dir und der Umwelt etwas Gutes und koche selbst. Dies ist nicht nur gesund, sondern spart auch viel Plastik. Die meisten Fertiggerichte sind leicht selbst zu machen. Probiere es aus. Die Zeit, die du zum selbst kochen investierst, lohnt sich.

21. Dezember: Kein Einweg Coffee to go Becher verwenden

Nutze keine Coffee to go Becher mehr.
In Deutschland werden stündlich 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht.
Pro Jahr sind das fast drei Milliarden Stück Einwegbecher. Dies ist besorgniserregend und ein wenig unverständlich, denn man könnte einfach seinen eigenen Metall- oder Glas Coffee Becher mitbringen und diesen nachfüllen.

22. Dezember: Deko kann man auch selbst machen.

Deko aus Naturmaterialien:
Die meisten Dekomaterialien, die wir kaufen können, sind aus Plastik oder beinhalten welches. Dabei kann man ganz wunderbar sich seine Deko selbst basteln. Dies macht Spaß und schont dabei die Umwelt und den Geldbeutel.

23. Dezember: Naturpapier als Verpackungsallrounder

Compostella Naturpapier:
Hast du dich auch schonmal darüber aufgeregt, dass Backpapier und Verpackungen für Pausenbroten nach kurzzeitiger Verwendung schon ausgetauscht werden und dann aufwendig recycelt werden müssen? Eine Lösung dafür hat die Firma Compostella.
COMPOSTELLA Naturpapier ist ein hochreines Spezialpapier, das völlig ohne chemische Zusätze hergestellt wird. Es ist rückstandsfrei kompostierbar, denn das Papier besteht aus reiner Zellulose und verhält sich bei der Kompostierung wie Salat.
Das Naturpapier hält Wurst, Käse, Fisch und Brot frisch und offene Speisen länger haltbar. Es kann auch als Alternative für Frischhaltefolie verwendet werden, wenn es angefeuchtet wurde. Das Papier eignet sich auch als Backpapier, wenn es gut eingewachst wurde.
 

24. Dezember: Bienenwachstücher ersetzen Alu-und Frischhaltefolie

Es muss nicht immer Frischhaltefolie oder Alufolie sein. Eine gute Alternative sind Bienenwachstücher. Auch die Drogerie Dm hat die umweltfreundlichen Wachstücher ins Sortiment aufgenommen. Du kannst die Zero-Waste-Tücher aber auch ganz einfach selbst machen.

Das benötigst Du:

  • Baumwollstoff in der gewünschten Größe (vorgewaschen)
  • 20 bis 30 Gramm Bienenwachs pro Tuch, abhängig von der Stoffgröße. Ob in Form alter Bienenwachskerzen, als Granulat oder Platte, bleibt Ihnen überlassen. Für Wachs ohne Schadstoffe am besten zertifiziertes Bio-Wachs verwenden.
  • zwei Bögen Backpapier
  • Bügeleisen

Anleitung:

  • Breite ein Backpapier aus und platziere den Stoff darauf.
  • Verteile das Bienenwachs gleichmäßig auf dem Stoff. Wenn Du Reste von Bienenwachskerzen verwendest: Reibe die Kerzen über eine Käsereibe und streue die Flocken dann auf den Stoff. Bienenwachsplatten können in einem Glas im Wasserbad schmelzen und dann mit dem Pinsel aufgestrichen werden.
  • Jetzt das zweite Backpapier auf dem Stoff platzieren und vorsichtig bügeln, bis das Wachs schmilzt. Achte darauf, dass sich das Wachs gleichmäßig verteilt und alle Stoffecken bedeckt sind.
  • Das Papier entfernen, abkühlen lassen – schon ist das Wachstuch fertig!